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Naturfreundejugend Berlin Presseerklärung 2.2.2004 Miles &
More: Anlässlich des Prozessbeginns gegen drei Beamte des Bundesgrenzschutzes am Amtsgericht Frankfurt/Main, die im Mai 1999 einen Mann bei seiner Abschiebung erstickten, protestierten Abschiebegegner im Flughafen Berlin-Tegel. Im Rahmen der bundesweiten deportation-class-Kampagne gegen das Geschäft mit Abschiebungen protestierten heute um 10.00 Uhr Aktivisten der Naturfreundejugend Berlin am Lufthansa-InfoPoint gegen die Beteiligung des Unternehmens am Abschiebegeschäft. Unter dem Motto des Lufthansa-Vielfliegerprogramms "Miles & More" versteigerten die jungen Männer und Frauen im Lufthansa-Outfit Abschiebemeilen. So wurden zum Beispiel 500 Bonusabschiebemeilen der Bonner Jura-Studentin Gabriela Codreanu versteigert, die im März 2003 mit ihrer Familie gegen ihren Willen nach Bukarest abgeschoben wurde, wo sie seitdem die Einreise verweigert und auf dem Flughafen lebt. Dazu erklärte die Sprecherin der Naturfreundejugend Katja Grote: "Der Fall der Familie Codreanu hat noch mal gezeigt, das dem Lufthansa-Vorstand nicht zu trauen ist, wenn er erklärt, nicht mehr gegen den Willen der Betroffenen abzuschieben. Lufthansa ist ein williger Helfershelfer der deutschen Abschiebemaschinerie und nimmt dabei weitere Todesfälle billigend in Kauf." Am 28. Mai 1999 wurde der Sudanese Aamir Ageeb während seiner Abschiebung in einer Lufthansa-Maschine so sehr mit dem Oberkörper nach unten gedrückt, dass er erstickte. Den begleitenden BGS-Beamten drohen bis zu 5 Jahre Freiheitsentzug wegen "fahrlässiger Tötung". Der Prozess wird von unabhängigen Menschenrechtsgruppen beobachtet und unter www.aamir-ageeb.de dokumentiert. www.naturfreundejugend-berlin.de |
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