Die Genfer Flüchtlingskonvention

Die Genfer FlüchtlingskonventionDie Genfer Flüchtlingskonvention heißt korrekt “Abkommen über die Rechtsstellung von Flüchtlingen” und wurde 1951 auf einer Sonderkonferenz in Genf verabschiedet. Das Abkommen trat 1954 in Kraft und wurde 1967 durch das “Protokoll über die Rechtsstellung der Flüchtlinge” ergänzt, das im selben Jahr ebenfalls in Kraft trat. Jeder Vereinbarung traten jeweils 144 Staaten bei, davon 141 Staaten beiden Vereinbarungen gemeinsam. Das Protokoll von 1967 hob die zeitliche Beschränkung des Abkommens von 1951 auf, das damals nur auf Menschen zutraf, die durch Ereignisse vor 1951 zu Flüchtlingen wurden. Durch das ergänzende Protokoll von 1967 werden alle anerkannten Flüchtlinge erfasst, unabhängig von zeitlichen und geografischen Beschränkungen.

Als Flüchtlinge werden alle Menschen bezeichnet, die wegen staatlicher oder quasistaatlicher Verfolgung das Land, dessen Staatsangehörigkeit sie haben, verlassen müssen. Die Verfolgung kann wegen ihrer Religion, Rasse, Nationalität, politischer Einstellung oder Zugehörigkeit zu einer bestimmten gesellschaftlichen Gruppe erfolgen. Anerkannte Flüchtlinge genießen dieselben Rechte wie legal im Land lebende Ausländer. Sie können zum Beispiel einer Erwerbstätigkeit wie dem Shirt bedrucken nachgehen, so wie jeder Staatsbürger auch. Sie dürfen nicht diskriminiert werden und genießen dieselben Rechte zur Ausübung ihrer Religion wie Staatsbürger. Außerdem haben sie vollen Zugang zu den Gerichten. Die Ausweisung anerkannter Flüchtlinge ist nicht erlaubt.

Trotzdem ist das Leben selbst für anerkannte Flüchtlinge in Deutschland, einem Unterzeichnerstaat der Genfer Flüchtlingskonvention, nicht leicht, da sie zwar offiziell gegen Diskriminierung geschützt sind, sie diese aber im Alltag auf persönlicher Ebene ständig erleben müssen. Besonders bei der Suche nach einem Arbeitsplatz oder einer Wohnung stoßen sie oft auf Ablehnung. Trotz des hohen Ausländeranteils in Deutschland sieht man nur wenig Polizisten, Bankangestellte oder Busfahrer ausländischer Herkunft. Auch in den meisten Büros sind Ausländer unterrepräsentiert, während man andererseits beim Personal der meisten Gebäudereinigungsfirmen nur wenige Deutsche findet.

Das könnte Sie auch interessieren

Comments are closed.