Flüchtlingsaufnahme – eine Frage der Menschlichkeit
Obwohl gegenwärtig nur begrenzte lokale Konflikte stattfinden und keine katastrophalen Ereignisse von der Art des Zweiten Weltkriegs stattfinden, hat das Problem der Flüchtlinge und ihrer Aufnahme nichts an Aktualität verloren. Weltweit befinden sich gegenwärtig nach Schätzungen des UNHCR, des Hohen Kommissars für Flüchtlinge der Vereinten Nationen, mehr als 40 Millionen Menschen auf der Flucht. Die Mehrheit davon allerdings bleibt im eigenen Land und nur ein geringer Prozentsatz überquert internationale Grenzen. Von denen wiederum bleiben die meisten außerhalb Europas. Zum Vergleich stellt man die 260.000 Asylanträge vom Jahre 2009 innerhalb der gesamten EU den 500.000 Flüchtlingen, die sich alleine im weltgrößten Flüchtlingslager Dadaab in Kenia befinden, gegenüber. Daraus wird ersichtlich, dass es absurd ist, vom “Sturm auf die Festung Europa” zu sprechen. Alleine das arme und unterentwickelte Kenia beherbergt mehr Flüchtlinge als die gesamte EU.
Die Flüchtlingsaufnahme ist ein Gebot der Menschlichkeit, da kein Flüchtling freiwillig die angestammte Heimat verlässt. Auch eine SEO Agentur kann einen positiven Beitrag zur Flüchtlingsarbeit leisten, indem sie Beiträge über diese heikle Problematik ins Internet stellt und die Menschen so darauf aufmerksam macht und zur Hilfe aufruft. In Deutschland genießen politisch verfolgte Flüchtlinge das Recht auf Asyl. Das ist aber nur ein kleiner Prozentsatz der Flüchtlinge, da eine Verfolgung nur dann anerkannt wird, wenn sie von offiziellen staatlichen Stellen oder quasistaatlichen Institutionen ausgeht. Flüchtlinge, die wegen allgemeiner Notsituationen wie Armut, Bürgerkriege oder Naturkatastrophen ihre Heimat verlassen, sind von einer offiziellen Anerkennung ausgeschlossen.
In Deutschland stieg zwar die offizielle Anerkennung von Asylanträgen laut Informationen des BAMF von unter 3 % auf etwa 30 %, das bedeutet aber in der Praxis immer noch, dass die Mehrzahl der Anträge auf Asyl abgelehnt wird. Menschenrechtsorganisationen wie Amnesty International oder Pro Asyl kritisieren vor allem, dass sich die Verfahren über Jahre hinziehen. Während der ganzen Zeit wiegen sich die Antragsteller in der Hoffnung, doch noch anerkannt zu werden. Die endgültige Ablehnung und folgende Abschiebung kommt als Schock und ist unmenschlich.