OF Limits – Die letzte Grenze Offenbachs
Eine Ausstellung zum Offenbacher Abschiebegefängnis
und zur deutschen Asylpolitik
Nach
der Abschaffung des Asylrechts 1993 füllten sich die Gefängnisse
mit Abschiebehäftlingen. Durch die Überbelegung verschärften
sich die Haftbedingungen und die Gefangenen, allen voran die Flüchtlinge
selbst, revoltierten. 1995 wurde unter anderem als Folge dieser Gefängnisrevolten
in Offenbach eine Abschiebehaftanstalt als Vorzeigeprojekt der rot-grünen
Landesregierung eröffnet.
Mit diesem scheinbar humanitären Projekt sollte der alltägliche
Wahnsinn der Abschiebehaft verschleiert werden.
Dagegen hat es in den vergangenen 9 Jahren aber auch immer wieder Widerspruch
und Widerstand gegeben.
Trotzdem ist es still geworden um den „Modellknast“.
Mehr Menschen denn je sitzen im Rahmen des „Zuwanderungsbegrenzungsgesetzes“
der rot-grünen Bundenregie rung in den Haftanstalten der BRD und
warten auf ihre Abschiebung.
Auch in Offenbach wird täglich „Vollzug vermeldet“.
Mit unserer Ausstellung wollen wir diesen Alltag durchbrechen und die
Realität der Abschiebegefängnisse am Beispiel Offenbach ans
Licht der Öffentlichkeit bringen.
Mit Interviews, Briefen und Bildern und vielen Informationen versuchen
wir den Alltag im Gefängnis erfahrbar zu machen und stellen die Abschiebegefängnisse
als Teil der umfassenden Flüchtlingsabwehr in einen größeren
Zusammenhang. Die Entstehungsgeschichte des Offenbacher Abschiebegefängnisses
und auch eine Chronologie des Widerstandes sind Teil der Ausstellung.
Die
Ausstellung wurde zunächst in der Offenbacher Kirche St. Paul gezeigt
und ist in einer Broschüre dokumentiert.
Kontakt:
Initiative gegen Abschiebung, Dritte Welt Haus, Falkstraße 74, 60487
Frankfurt-Bockenheim - Tel. 069-79201772 - Email
Dokumentation
der Ausstellung
(under construction)
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